Weltrekordhalter im Rückwärtslaufen im Halbmarathon in 1:35:49 h
   
  Achim-Aretz
  Die Weltmeisterschaft in Essen
 
Die 6. IRR Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen in Essen vom 14. bis 17. Juli 2016

Während der 5. Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen im italienischen St. Vincent im August 2014 reifte die Idee unter Marc, Bodo, Alex, Eric, Christoph und mir, die zwei Jahre zuvor Deutschlands ersten Rückwärtslaufverein, den 1. RetroRunning-Club Deutschland e.V., gegründet hatten, die 6. Weltmeisterschaft 2016 in Deutschland auszurichten. Nach der 4x400 Meter-Siegerehrung boten wir auf dem Podest schließlich die Ausrichtung der nächsten WM an, die mit Applaus der Teilnehmer angenommen wurde. Nach den Weltmeisterschaften 2006 in der Schweiz, 2008 und 2014 in Italien, 2010 in Österreich und 2012 in Spanien sollte sie 2016 also zum ersten Mal in Deutschland stattfinden. 

Im Mai 2015 erhielten wir die Zusage vom Essener Sportbund, dass wir die WM vom 14. bis 17. Juli 2016 kostenfrei im Sportpark am Hallo, dem größten Leichtathletikstadion in Essen austragen dürfen, das für uns die Heimatstadt ist. Ohne Marcs Kontakte wäre dies nicht möglich gewesen. Die Freude darüber teilten Rückwärtsläufer aus aller Welt, als wir die Nachricht auf Facebook posteten - und die in einem WAZ-Artikel erschien.

Im Juni 2015 ging unsere Vereinsfahrt zum Ahrathon ins Ahrtal, wie bestimmt auch in den nächsten Jahrzehnten. Beim Ahrathon wird ein Halbmarathon angeboten, bei dem es alle 4 Kilometer einen Weinstand gibt und den man im Kostüm läuft - und wir rückwärts. Dort haben wir die erste Besprechung für die WM gehabt und die wichtigsten Aufgaben unter uns verteilt - Homepage, Hotels, Medaillen, Sponsoren, Einladungsschreiben, T-Shirts, Angelegenheiten rund um das Stadion... Anschließend sollten wir alle 3 bis 4 Wochen eine mehrstündige Skypesession haben, um die wichtigsten Dinge zu besprechen. Christoph schaltete aus Berlin zu, Marc und Alex aus Essen, Eric aus Mainz, Bodo aus Wiesbaden und ich aus Darmstadt. Einmal diskutierten wir stundenlang die Wettkampfordnung.

Im Herbst 2015 hatte Bodo die Idee, den Halbmarathon aufgrund der geringen Entfernung zum Stadion und der kulturellen Besonderheit auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein auszurichten. Doch zunächst stieß sein Vorschlag auf Ablehnung, weil bereits genug Laufveranstaltungen auf dem Geläde stattfinden würden. Erst ein persönliches Treffen von Marc und meinem Vater Henning ein paar Wochen später hat die Verantwortlichen davon überzeugt, den Halbmarathon doch noch auf der Zeche Zollverein durchführen zu dürfen.

Im Januar 2016 gelang es uns, mit der Sparkasse Essen den ersten Sponsor ins Boot zu holen. Es sollten Bunert - der Essener Laufladen folgen und Squeezy Sports Nutrition. Im März schaltete Eric, der eine tolle Homepage erstellte, die Anmeldung frei. Bis Ende März meldeten sich gleich 50 Teilnehmer mit dem Frühbucherrabatt an. Immer wieder gingen Anfragen von Rückwärtsläufern aus aller Welt bei uns ein, die uns baten, ihnen ein Einladungsschreiben zu schicken, um schneller an ihr Visum zu gelangen. Leider haben der Nigerianer Dum Noel Okeke und der Philippiner Jojo Bigay kein Visum erhalten. Außerdem konnten fünf Venezuelaner die Reise wegen der politischen Unruhen und der hohen Inflation dort nicht antreten und dem Südafrikaner Elias Farai Chinomwe fehlten die finanzielle Mittel für die Reise nach Deutschland.

Im April begann ich mit dem ambitionierten Training für die WM. Ich lief erstmals über 10 km rückwärts am Stück und machte mit Markus Jürgens Intervalltraining in Münster. Danach zeigte er mir den vierseitigen Artikel über die WM in der Running - Das Laufmagazin. Der Unisportkurs Rückwärtslaufen, den Markus im Sommersemester an der Uni Münster anbot und der guten Zulauf hatte, begann eine Woche später. Und es zeigte sich, dass das Begeisterungspotenzial, mit dem Rückwärtslaufen anzufangen, bei Freunden durchaus vorhanden war. So liefen Marc und ich mit Leoni und Boris regelmäßig jeden Montag und Donnerstag auf dem Messeparkplatz am Mühlheimer Flughafen 1000 Meter-Intervalle rückwärts - und kein Wetter konnte uns davon abhalten. Wir rannten bei Schneeregen im April, bei Sturzregen und Sturm im Juni und bei Hitze. Mit den Wochen wurden wir immer schneller, Marc und ich liefen die Runde am Schluss in 3:50 Minuten.

Wenn man eine Rückwärtslauf-Weltmeisterschaft organisiert, ist es mit rein organisatorischen Dingen nicht getan. Ständig ging es auch darum, andere dazu zu motivieren, sich auch mal umzudrehen und das Rückwärtslaufen mal auszuprobieren. Man hat sich manchmal wie ein Missionar gefühlt. So machten wir während unserer Vereinsfahrt 2016 beim Ahrathon Werbung, indem wir Flyer verteilten und so oft die Frage stellten: "Kommst Du zur WM?" Auf unserer Werbetour ging ich in eine Schule, um Schülern das Rückwärtslaufen zu zeigen, zum Essener Firmenlauf und zu einem großen Essener Lauftreff von Bunert. Leoni und ich lernten bei einer rückwärts gelaufenen 14 km-Runde um den Baldeneysee einmal einen Sachsen kennen, der sich dann auch umdrehte und uns Kilometer weit begleitete. Frank - wir nannten ihn nur Knarf - kam schließlich mit seiner Familie zur WM und seine Tochter Lea ging dann auch noch an den Start.

Die letzten Wochen der WM-Vorbereitung waren dann die intensivsten. Ab jetzt skypten wir jede Woche mehrere Stunden, um alles mögliche zu organisieren. Kampfrichter, Zeitmessung, Programmheft, amtliche Ausmessung der Halbmarathonstrecke, Urkunden, Druckerpapier, Startnummern, Eröffnungsfeier, Funktionsshirts, Willkommenstüten, Getränke- und Essensstand, Helferliste, Bestellung von Fahnen, Nationalhymnen, Musikbox für den Halbmarathon, Grillfeier... Eine Woche vor der WM erschien ein Artikel über die WM in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ab dem Montag vor der WM war ich jeden Abend in der Serie "Mein Tag" auf 1Live zu hören.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Und am Donnerstag, den 14. Juli ging sie dann tatsächlich los, die WM. Na gut, der Donnerstag begann morgens um 8 mit was wohl, natürlich mit Vorbereitungen. Bierzeltgarnituren mussten genau so abgeholt werden wie eine mechanische Uhr, das Wettkampfbüro wurde eingerichtet, die Fahnen der 25 Teilnehmerländer aufgehangen, die Willkommenstüten mit Funktionsshirts und Startnummern gefüllt, Grillkohle und Pappgeschirr gekauft. Das Wetter war während der WM voll und ganz auf unserer Seite. Temperaturen um die 20 Grad und kein Regen, ein anderes Wetter hätten wir uns nicht wünschen können Mitte Juli. Es hatten sich 172 Athleten aus 25 Ländern und 5 Kontinenten angemeldet, aus Italien, Frankreich, Österreich, Spanien, Großbritannien, Irland, Türkei, Polen, Portugal, Schweiz, Moldavien, Katalonien, Kanada, USA, Mexiko, Kuba, der Dominikanischen Republik, Venezuela, Nigeria, Israel, den Philippinen, China, Australien und Deutschland. Den Moderatorjob übernahm Markus, der amtierende Weltmeister im Halbmarathon und Leoni. Um 19 Uhr begrüßte Markus die Teilnehmer und Zuschauer locker und freundlich und befragte anschließend uns, das Organisationsteam. Danach hielt der Ehrenvorsitzende des LVN-Kreises Essen und Vorsitzende des Sportausschusses des Essener Sportbundes Klaus Diekmann die Eröffnungsrede. Darin hieß es, dass Essen für den Strukturwandel steht und aus der Industriestadt - siehe Zeche Zollverein - die Kulturhauptstadt Europas 2010 und Grüne Hauptstadt Europas 2017 wurde und Essen offen für den Wandel ist. Darum passe auch die WM genau in die Vielfältigkeit, Offenheit und Kreativität der Stadt Essen.



Eröffnungszeremonie im Stadion am Hallo. @ team-klinikum-nuernberg.de

Anschließend interviewte Markus den unterschenkelamputierten Australier Dwayne Fernandes, der 24 Stunden lang von Sydney im Flugzeug unterwegs war, um bei der WM mit Protesen an den Start zu gehen. Er sagte, dass man vieles erreichen kann, wenn man nur möchte. Danach bat Markus einen Teilnehmer aus jedem Land auf die Bühne, um sich die Fahne seines Landes abzuholen. Anschließend liefen alle Teilnehmer zusammen eine Runde rückwärts um den Platz. Die Läufer vermischten sich und über ihnen wehten ihre Fahnen im kühlen Essener Abendwind.

Freitag, 15. Juli 2016

Nachdem wir die Fahnen der Teilnehmerländer nebeneinander links und rechts vom Podest aufgestellt hatten, begannen die Wettkämpfe mit den 100 Meter-Vorläufen, die zeigten, dass einige schneller Sprinter dabei waren. Anschließend fand das erste Finale statt im 3000 Meter-Lauf. Früh in Front ging der Mexikaner Diego Polino und baute seinen Vorsprung auf über 50 Meter aus. Der Essener Felix Grelak, der regelmäßige Gewinner des Strongman-Runs, teilte sich das Rennen jedoch besser ein und schloss bald zu ihm auf. Christoph aus unserem Organisationsteam war nicht abzuschütteln und hielt die Distanz. Am Ende siegte Felix in 13:09 Minuten vor Diego in 13:30 Minuten und Christoph in 13:49 Minuten. Das war die erste Medaille für unser Team! Bei den Frauen wurde Leoni, die Marc und ich zum Rückwärtslaufen gebracht haben, souverän Weltmeisterin in 17:02 Minuten vor zwei Münsteranerinnen, die den Unikurs Rückwärtslaufen von Markus besucht hatten. Vierte wurde die Bonnerin Annemie Nierkamp, die Bodo und ich nach dem Bundeligaspiel Köln-Darmstadt in einer Kölner Karnevalsbar kennenlernten.

Während Christoph und Eric am Freitag die Mammutaufgabe im Wettkampfbüro bravourös meisterten, stellte ich mich den Medienvertretern zur Verfügung. Und Journalisten gab es reichlich, von der dpa, dem SID, dem WDR, Sat.1, der WAZ, 1Live, Radio Essen und nicht zuletzt der Bild-Zeitung. Und dabei übersah ich fast den Vorlauf der Männer Hauptklasse über 200 Meter. Ansich sind Vorläufe nicht so spannend, aber nun hatten sich 14 Teilnehmer angemeldet und nur sechs schafften es ins Finale. Wie jeder Starter wurde dann ein David Winterstein namentlich von Markus genannt, der Startschuss fiel und er lief los. Schnell war er in Front und sein Vorsprung wurde immer größer. Seine Technik war perfekt und am Ende stellte er im Vorlauf tatsächlich einen neuen Weltrekord in 30,45 Sekunden auf und unterbot den alten um mehr als eine Sekunde. Es gibt ein Handyvideo von dem Lauf, in dem jemand sagt "er läuft Weltrekord" und jemand anderes fragt "wer ist das?" Im anschließenden Interview sagte der Newcomer, dass er sich ein Jahr lang in Freiburg auf die WM vorbereitet und sich mit Videos der Rückwärtslauflegenden Garret Doherty und Thomas Dold motiviert habe. Das war ein klasse Einstand!

Nach den Vorläufen über 200 Meter fand die erste Siegerehrung über 3.000 Meter statt, also insgesamt waren es 6 Siegerehrungen - in der Hauptklasse (1997 bis 1977), der Altersklasse M1 (1976 bis 1961) und M2 (1960 und älter), für Männer und Frauen. Vier mal wurde die deutsche Nationalhymne gespielt und zwei mal die italienische. Dann ging es in die Mittagspause.

Nach der Mittagspause lief David Winterstein im 200 Meter-Finale wieder allen davon und wieder Weltrekord in 30,44 Sekunden. Klasse! Zweiter wurde Fleury Contreras Urbano von der Dominikanischen Republik in 31,47 Sekunden vor Davids Trainingskumpel Philippe Delfosse in 32,16 Sekunden. Das sind Zeiten, die so manch guter Langstreckenläufer nicht vorwärts laufen kann. In der Altersklasse M2 ließ der Italiener Giorgio Brizzi keine Diskussionen zu. Er siegte in 38,05 Sekunden vor dem Horgauer Albert Vogg und dem Österreicher Peter Wassermann. Peter lernten wir bei der WM 2010 im österreichischen Kapfenberg als Schaulustigen kennen und überredeten ihn zur Teilnahme. Seitdem ist er bei jeder WM mit seiner Erika dabei gewesen, worüber ich mich immer sehr freue. In der Jugendaltersklasse setzte Elias Becker mit 34,40 Sekunden ein starkes Zeichen! Zeitgleich wurden nachmittags wie auch am Samstag nachmittag vor dem Platz an einem großen Grill Würstchen und Schnitzel verkauft. Vielen Dank an Muharrem und Marcs Eltern, die tollen Grillmeister!



Die Sieger über 400 Meter: David Winterstein vor Fleury Contreras Urbano und Alberto Spillari

Ein ganz großes Highlight war dann der 200 Meter-Lauf des doppelunterschenkelamputierten Australiers Dwayne Fernandes. Markus forderte die Athleten und Zuschauer von der Tribüne auf, sich entlang der Zielgeraden aufzustellen, während Dwayne seine Startposition einnahm. Als ihm Marc sagte, dass er in einer Minute starten könne, erwiderte er, dass es die längste Minute seines Lebens werden würde. Dann fiel der Startschuss und Dwayne lief gleichmäßig und leicht in der Kurve. Markus animierte die Zuschauer zu einer Laolawelle für Dwayne. Ein paar Mal musste er stehen bleiben, aber im ganzen lief er die ganze Strecke komplett in 1:22,44 Minuten durch, begleitet von den Anfeuerungsrufen und in die Höhe schießenden Arme der Zuschauer. Bei seinem 100 Meter-Lauf, der eine Stunde später stattfand, zog Dwayne andere Protesen an und lief, wieder laut unterstützt von den Zuschauern, nach 29,89 Sekunden über die Ziellinie! Die Leistung von Dwayne ist wegen seines Handicaps und aller Widerstände nicht hoch genug zu würdigen.


Der doppelunterschenkelamputierte Australier Dwayne Fernandes nach seinem 200 Meter-Lauf. @ Mariella Biondi

Im anschließenden 800 Meter-Finale setzte sich der US-Amerikaner Aaron Yoder früh an die Spitze. Als er nach einer Runde eine Zwischenzeit von 1:14 Minuten hatte, fragte ich Thomas Dold, der neben mir stand, ob er nervös sei, weil sein Weltrekord von 2:31 Minuten zu wackeln schien. Nachdem er die Frage verneint hatte, sah der Moderator Markus Thomas, rannte auf ihn zu und fragte ihn, ob er nervös sei. Aber da musste Aaron dem schnellen Anfangstempo schon Tribut zollen. Er gewann immer noch souverän in 2:40 Minuten vor dem irischen Titelverteidiger Garret Doherty in 2:53 Minuten und dem Italiener Alberto Spillari. Bei den Frauen holte die Kanadierin Cat Clewly ihre erste Goldmedaille in 3:37 Minuten. In der Altersklasse M1 (Jahrgang 1976 bis 1961) holte der Kubaner Wilfredo Díaz García die Bronzemedaille. Vor der WM fragte er uns, ob er und seine Trainerin bei Freunden in Essen übernachten könnten. Die Eltern von der Moderatorin Leoni nahmen sie auf und verstanden sich blendend mit ihnen. Als Wilfredo, der in seinem ganzen vorherigen Leben Kuba noch nicht verlassen hatte, beim Eintritt ins Stadion den ebenfalls aus Mittelamerika stammenden  Fleury Contreras Urbano sah, überkamen ihn die Tränen.



Markus machte einen super Job als Moderator. @ Markus Jürgens

Anschließend wurden in 8 Finals die 100 Meter gelaufen. Wie über 200 Meter gewann in der Männer Hauptklasse David Winterstein in 14,76 Sekunden vor Fleury Contreras Urabano in 15,12 Sekunden und Philippe Delfosse in 15,58 Sekunden. Bei den Frauen setzte sich Kathleen Heine vor Larissa Ischwang durch. Die Bronzemedaille ging knapp an Charlotte Leven vor der Essener Lauflegende Cita Vielhaber und der Chinesin Xinxin Maier. In der M1 gewann der Weltrekordhalter Roland Wegner in 17,11 Sekunden und in der M2, wer sonst, der Italiener Giorgio Brizzi in 17,64 Sekunden. In dem Rennen ging auch mein Vater an den Start. Die ersten 70 Meter meisterte er problemlos, dann geriet er ins Stolpern und stürtzte nach hinten auf den Rücken und den Hinterkopf. Er stand wieder auf und lief auch ins Ziel, aber dort fällten die Sanitäter die Entscheidung, einen Krankenwagen zu rufen. Er verbrachte die Nacht zur Kontrolle im Krankenhaus und ein großer Schrecken blieb zurück. Gott sei Dank finishte meine Mutter ihren 100 Meter-Lauf ohne Sturz.

Kaum lief ich vom Krankenwagen zur Tartanbahn zurück, stand der Startschuss zum 10.000 Meter-Finale bevor. Und was war das für ein Starterfeld! Zum ersten Mal überhaupt gingen Thomas Dold und ich gemeinsam an den Start. Thomas sagte mir ein paar Tage vor der WM, dass der Sieg nur über einen neuen Weltrekord gehen würde, der bei 39:20 Minuten lag. Und dann startete Marc, der Titelverteidiger und Christoph, der Dritte der letzten beiden WMs, und Markus, der Titelverteidiger im Halbmarathon auch noch. Inzwischen war das WDR Fernsehen anwesend und eine Liveschaltung in die Lokalzeit um 19:39 Uhr verabredet. Um bei einem neuen Weltrekord live auf Sendung zu sein, wurde der Start des Rennens um 90 Sekunden nach hinten verschoben. Christoph sagte überschwenglich, dass er glücklich darüber ist, bei dem Lauf dabei zu sein. Und dann fiel der Startschuss. Thomas war von Anfang an sehr schnell unterwegs und setzte sich vorne ab. Ich versuchte, mein Tempo zu laufen und war trotzdem noch zu schnell. Hinter mir reihten sich Marc und Markus, der Israeli Lako Ayalo und Christoph ein. Nach einer Runde stand 1:30 Minuten auf meiner Uhr und trotzdem war Thomas noch ein paar Sekunden schneller. Ich nahm raus und passierte den ersten Kilometer in 4:00 Minuten und den zweiten nach 8:13 Minuten. Zu dem Zeitpunkt war Thomas bestimmt schon 100 Meter voraus. Ich wusste, dass er weg war. Nun wollte ich mein eigenes Rennen laufen, die Geschwindigkeit halten und Freude an dem Ereignis spüren. Dies tat ich auf jeden Fall auch. Ich genoss es, in dem großen Leichtathletikstadion während der WM, die wir so lange organisiert und auf die wir so hart hintrainiert hatten, Runde für Runde zu laufen. Nur ansehen konnte man es mir nicht, da ich ab Kilometer 3 schon ziemlich kämpfen musste. Nach 5 Kilometern standen 20:46 Minuten auf meiner Uhr, und ja, obwohl das Intervalltraining oft nicht ohne war, hatte ich das Gefühl, hier in diesem Rennen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder voll an meine Grenzen zu gehen. Es war eine Mischung aus Grenzgang, Glückgsgefühl und Sorge um meinen Vater nach seinem Sturz.


Thomas Dold baut seinen Vorsprung nach der Überrundung aus. @ Paolo Callegari

Der Abstand zu Thomas wurde irgendwann so groß, dass er wieder kleiner wurde. Mit jeder Runde kam er näher auf mich zu und überrundete mich schließlich. Es sah echt leicht aus, wie er lief. Ich sah aus nächster Nähe, wie gut seine Lauftechnik war und wünschte ihm viel Erfolg für seinen Weltrekord. Denn dem kam er nun immer näher. "Jetzt reicht ein 4er Schnitt" rief ihm sein Kumpel Franz Meier zu. Ich konnte mein Tempo auch auf der zweiten Hälfte halten, musste aber zunehmend mehr kämpfen. Als Thomas nach 38:50 Minuten über die Ziellinie lief, liefen zufällig Christoph, Markus und ich nebeneinander, und wir jubelten spontan alle zusammen. 700 Meter später lief ich nach 41:42 Minuten glücklich ins Ziel. Marc kam nach 44:43 Minuten ins Ziel. Was für ein starke Zeit für den frisch gebackenen Vater! Nicht nur diese Zeit hätte vor 2 Jahren noch für Gold gereicht, sondern auch die Zeit von Markus auf Platz vier mit 45:50 Minuten.



Siegerehrung des 10.000 Meter-Laufs, Thomas Dold vor mir und Marc. @ Mariella Biondi


Samstag, 16. Juli 2016

Der Samstagmorgen begann mit den Vorläufen über 400 Meter. Dass in der Männer Hauptklasse der langsamste Qualifikant fürs Finale eine Zeit von 85 Sekunden lief, zeigte wieder einmal das gestiegene Niveau bei dieser WM. Währenddessen wurden unter der Tribüne kräftig Kaffee und Brötchen, Kuchen und Muffins verkauft, die von unseren tollen Helfern gebacken und geschmiert wurden. Beim anschließenden 1.500 Meter-Rennen der Männer Hauptklasse setzte sich wieder der US-Amerikaner Aaron Yoder an die Spitze. Zum Rückwärtslaufen kam er durch die Einsicht, dass er es wohl vorwärts nicht zu den olympischen Spielen schaffen würde. Er siegte in 5:27 Minuten vor dem Iren Garret Doherty und dem Polen Artur Olszewksi. Bei der Siegerehrung filmte ein Team vom Discovery Channel mit, das extra aus den USA angereist war.

Nach einem Interview mit dem 1. Bürgermeister Essens Rudolf Jelinek fanden die 1.500 Meter-Finals der anderen Altersklassen statt. Bei den Frauen siegte unsere Moderatorin Leoni Leven in 7:36 Minuten vor Manuela-Maria Rieke aus Münster und meiner Schwester Diane. Bei der Siegerehrung durfte ich ihr die Bronzemedaille überreichen. Insgesamt fanden sehr viele Siegerehrungen statt. Bei den Distanzen ab 800 Meter gab es 6 Siegerehrungen (je 3 Altersklassen bei den Männern und Frauen) und über 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter wegen der zusätzlichen Jugendwertung sogar 8. Die drei Erstplatzierten erhielten auf dem Podest nicht nur eine Medaille von den Medaillenfeen Alex und Diane, sondern auch jeweils einen Sachpreis. Der Dritte erhielt einen Schuhbeutel von Bunert, der Zweite einen Salzstreuer und der Erste eine Flasche mit Grappa und einem Hohlraum in der Mitte, in dem eine Karte mit dem WM-Logo eingelegt war. Ein großes Dankeschön noch einmal an Marcs Vater für die tollen Preise! Dann erklangen ständig Nationalhymnen im Stadion am Hallo, meistens die deutsche und italienische, aber auch die US-amerikanische, französische, spanische und kanadische. Markus Mikrofon nahm sich dabei spontan mal Giorgio Brizzi, die italienische Sprintlegende, und sang mit viel Leidenschaft seine Hymne mit. Danach wurde auch die amerikanische Hymne mitgesungen und von meinem Vater die deutsche. Während der WM herrschte einfach eine freundliche, heitere und respektvolle Atmosphäre unter den Teilnehmern und Zuschauern über alle Sprachbarrieren hinweg. 

Nach der Mittagspause siegte im 400 Meter-Finale erneut David Winterstein aus Freiburg mit einer Zeit von 1:10,70 Minuten und verpasste damit den Weltrekord nur um eine Sekunde. Zweiter hinter ihm wurde wie über 100 und 200 Meter Fleury Contreras Urbano von der Dominikanischen Republik in 1:13,06 Minuten vor dem Italiener Alberto Spillari in 1:16,42 Minuten. In der Altersklasse M2 (Jahrgang 1961 und älter) setzte sich wieder Giorgio Brizzi in guten 1:34,11 Minuten durch.


Der Meister der Sprintdistanzen in der Altersklasse M2: Der Italiener Giorgio Brizzi

Zweiter wurde Albert Vogg aus dem bayerischen Horgau in 1:39,18 Minuten, der zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2008 im italienischen Pietrasanta dabei war und die starken Ischwang-Läuferinnen mitbrachte. Larissa Ischwang gewann über 200 Meter Gold und über 100 und 400 Meter Silber hinter Kathleen Heine aus Heidelberg. Kathleen ist leidenschaftliche Hundeläuferin - dabei läuft ihr Windhund voraus und zieht sie an der Leine hinterher -, wollte bei der Weltmeisterschaft 2014 in Italien nur zuschauen und ließ daher auch ihre Laufschuhe zu Hause. Und wie das dann immer so ist, wenn man bei einer WM ist, hat sie sich doch angemeldet, Laufschuhe ausgeliehen, ist gestartet und hat Blut geleckt. Danach fing sie mit dem Training richtig an und gewann bei dieser WM Gold über 100 Meter in 18,64 Sekunden sowie über 400 Meter in 1:36,13 Minuten und Silber über 800 Meter.

Das 5000 Meter-Rennen war das letzte Einzelrennen am Samstag. Bei den Herren holte sich der US-Amerikaner Aaron Yoder seine dritte Goldmedaille in 20:42 Minuten vor Steffen Wendt, dem Mexikaner Diego Polino und meinem Bruder Bodo. Diego sagte, dass er in Mittelamerika mal an einer Meisterschaft  im Rückwärtslaufen mit 80 Teilnehmern teilgenommen habe. Davon hatte keiner von uns bisher je gehört. In der Altersklasse M1 siegte der Italiener Paolo Tarabella in 22:12 Minuten vor dem Briten Nigel Holmes in 24:10 Minuten und Jürgen Hagemann in 25:14 Minuten. Bei den Frauen holte in der Hauptklasse Cat Clewley ihre dritte Goldmedaille in 25:25 Minuten für Kanada und in der M1 Sandra Corcuera die erste Goldene für Spanien.

Vor und nach dem 5000 Meter-Rennen standen die 4x100 Meter und 4x400 Meter-Staffeln auf dem Programm. Um zu verhindern, dass es nur deutsche und italienische Nationenstaffeln gab, denn diese Länder hatten mit Abstand die meisten Teilnehmer gemeldet, räumten wir den Teilnehmern aus anderen Ländern ein, Kontinentstaffeln zu bilden. Über die 4x100 Meter lief die sehr gut besetzte deutsche Staffel (Winterstein, Becker, Delfosse, Wegner) mit 1:03,65 Minuten nur eine Sekunde am Weltrekord vorbei und distanzierte die amerikanische Staffel (Yoder, Polino, Díaz, Contreras Urbano) und italienische Staffel (Del Carlo, Poggipolini V., Spillari, Venturelli). In der M1 schlugen die Italiener die Deutschen und in der M2 war es umgekehrt. Bei den Frauen hatten sich so viele deutsche Staffeln gemeldet, dass sich in einem Vorlauf die besten vier aus fünf Staffel fürs Finale qualifizieren mussten. Im Finale siegte dann das Team Ischwang T., Grüne, Ischwang L., Schnabel in 1:22,20 Minuten.

Vom 4x400 Meter-Rennen der Männer Hauptklasse sollten einige später sagen, dass es das spektakulärste Rennen der WM war. Neben uns, dem Titelverteidiger (Läuferreihenfolge: ich, Eric, Christoph, Marc), war eine starke italienische Staffel am Start, die amerikanische und weitere deutsche Staffeln von Markus und seinem Münsteraner Laufkurs sowie von Felix Grelak, dem Weltmeister über 3000 Meter, und schnellen Essener Läufern. Mittlerweile waren auch etliche Zuschauer im Stadion angekommen und bereiteten den Läufern eine sehr gute Stimmung! In der ersten Runde lief es schnell auf ein Duell zwischen dem Amerikanier Aaron Yoder und mir heraus. Ich war schneller als jemals zuvor im Training und nutzte all das Adrenalin im meinem Körper, um an Aaron dran zu bleiben. Aaron übergab dann ein paar Meter vor mir den Staffelstab an Diego aus Mexiko und ich an Eric. Es wurde so laut im Stadion, dass die Anfeuerungsrufe gar nicht mehr ankamen. Diego, der trotz einer starken Runde von Eric, den Vorsprung etwas ausbauen konnte, übergab an den Kubaner Wilfredo, und Eric an Christoph. Auf den letzten 100 Metern zog Christoph mit einem tollen Schlussspurt an Wilfredo vorbei und übergab als erster an Marc. Da erreichte die Stimmung ihren Siedepunkt! Fleury von der Dominikanischen Republik übernahm den Stab von Wilfredo unmittelbar danach und überholte Marc auf der Innenbahn. Beide Staffeln waren zu dem Zeitpunkt absolut auf Weltrekordkurs von 5:36 Minuten. Fleury erlief sich auf den ersten 200 Metern einen Vorsprung. Marc konnte den Vorsprung danach zwar verkürzen, aber letztlich siegte die amerikanische Staffel in 5:29,61 Minuten. Auch wir liefen in 5:33,50 Minuten eine neue Weltrekordzeit. In der offiziellen Weltrekordliste ist unsere Zeit nun als neuer Weltrekord der Nationenstaffeln als Fußnote vermerkt. Markus erlief mit seinen Schützlingen aus Münster die Bronzemedaille in einer guten Zeit von 5:42,12 Minuten. Bei der Siegerehrung wurde dann erstmals sehr zur Freude der Athleten aus Übersee die mexikanische, kubanische und dominikanische Nationalhymne gespielt.


Die siegreiche amerikanische Staffel über 4x400 Meter auf ihrer Ehrenrunde. Von links: Fleury Contreras Urbano (DOM), Diego Polino (MEX), Aaron Yoder (USA), Wilfredo Diaz Garcia (CUB)

Anschließend dankten wir Organisatoren den vielen ehrenamtlichen Helfern. Ohne sie wäre das Event niemals so über die Bühne gegangen! Und dann baten wir den Iren Garret auf die Bühne. Garret ist seit der Weltmeisterschaft 2010 in Österreich jedes Mal dabei gewesen und seitdem zu einer Legende im Rückwärtslaufsport geworden. Er verkündete auf dem Podest unter großem Applaus, dass er die nächste Weltmeisterschaft 2018 in Dublin ausrichten wird.

Als wir Organisatoren abends in unserem stadionnahen Appartment zusammensaßen, schalteten wir das Aktuelle Sportstudio im ZDF ein. Eingeladen waren die Hahner-Zwillinge Anna und Lisa, die sich für den Olympiamarathon in Rio qualifiziert haben. Mittags noch in Essen bei der Siegerehrung seines 10.000 Meter-Erfolgs saß ihr Manager Thomas Dold dann live unter den Zuschauern. Er beantwortete zwei Fragen von Kathrin Müller-Hohenstein über das Rückwärtslaufen und ihre Vorbereitung auf Rio, bevor ein paar Bilder von seinem neuen Weltrekord eingespielt wurden. Was für ein toller Abschluss des zweiten Wettkampftages!


Sonntag, 17. Juli 2016

Eric, Marc und Bodo arbeiteten noch bis spät in die Nacht an den Urkunden und der Organsation des Halbmarathons. Morgens mussten wir sehr früh an der Zeche Zollverein sein, um mit den Vorbereitungen für den Halbmarathon zu beginnen. Schilder vom Parkplatz zur Strecke wurden angebracht, eine Musikanlage angeschlossen, Hütchen an den Wendepunkten der 1 Kilometer langen Strecke und Kilometerschilder aufgestellt, Gefahrenbereiche auf der Strecke gekennzeichnet und Streckenposten eingewiesen. Außerdem wurde der Kühlwagen vom Stadion am Hallo abgeholt. Nachdem für jeden der 22 Halbmarathonläufer, die aus 10 Ländern kamen, ein Rundenzähler gefunden worden war, fiel der Startschuss.


Gruppenbild der Halbmarathonläufer vor dem Start. @ Paolo Callegari

Im ersten Augenblick war die Erleichterung groß, einfach nur noch ans Laufen zu denken. Markus, ich, der Israeli Ayalo Lako und Marc liefen mit ziemlich schnellem Tempo los. Nach dem ersten Wendepunkt machte die Strecke eine 90°-Kurve nach rechts und dann eine 90°-Kurve nach links. Nach einer Geraden von etwa 300 Metern und zwei Kurven lief man unter einem Förderband her, dann durch den Zielbereich, wo die meisten Zuschauer und der Verpflegungsstand waren, vorbei an der engsten Stelle und auf einer flachen Kurve bis zum anderen Wendepunkt und wieder zurück. Hin lief man rechts auf der Strecke auf Asphalt, zurück links auf einem Weg mit feinem Schotter. Diese 2 Kilometerrunde wurde dann 10 Mal komplett gelaufen und dann noch die restlichen 1,095 Kilometer bis ins Ziel. Auf den ersten Kilometern wechselte die Führung zwischen Markus und mir immer wieder, bis ich einen kleinen Vorsprung herauslaufen konnte. Das Laufen machte mir trotz der ganzen Organisation, der kurzen Nächte und der vorherigen Läufe einfach nur Spaß. So lang hatten wir diese WM und diesen Halbmarathon in allen Details geplant. Daher versuchte ich, das Laufen nun einfach nur zu genießen. Nach 5 Kilometern zeigte die Uhr 22:05 Minuten. Dieses Tempo würde ich, obwohl es sich leicht anfühlte, unmöglich durchlaufen können. Auf der Strecke begegnete ich immer wieder den anderen Läufern, wie Ralf Klug zum Beispiel, dem Sicherheitschef der deutschen Botschaft in Kenia oder Hassan Kurt, der erst im Juni 100 Kilometer rückwärts auf der Bahn in der Nähe von Frankfurt lief, oder dem Österreicher Daniel Raum, der 2014 noch spontan neben dem WM-Stadion zeltete und sich nun für 3000, 5000, 10000 Meter und den Halbmarathon anmeldete. Ich lief am Polen Artur vorbei, der plötzlich eine Blume vom Wegesrand mitnahm, um, wie ich später erfuhr, einen ganzen Strauß zu sammeln und ihn seiner Freundin zu übergeben. Nach 10 Kilometern zeigte die Uhr 44:55 Minuten. Danach fielen mir die Runden zusehends schwerer. Die kleinen Schauer zwischendurch waren eine willkommene Abkühlung. Es tat auch sehr gut, in schnellen Abständen immer wieder bekannte Gesichter zu sehen und durch den Zielbereich zu laufen. Das letzte Drittel war dann am anstrengendsten. Ich blieb beim Verzehr der Getränke nun stehen und dachte nur noch in 2 Kilometer-Schritten. Die letzte Runde wurde dann wieder einfacher und ich versuchte, die Atmosphäre zu genießen und die Besonderheit des Ereignisses festzuhalten. Nach 1:39:17 Stunden überquerte ich die Ziellinie erschöpft aber glücklich!



Der Moment des Zieleinlaufs. Freude und Leichtigkeit bestimmten diesen Lauf. @ Mariella Biondi

Markus wurde mit einer Zeit von 1:42:53 Stunden Zweiter und Marc in 1:46:08 Stunden Dritter. Diese Zeit hätte vor 2 Jahren in Italien locker für Gold gereicht. Vierter wurde der Israeli Lako Ayalo in 2:03:11 Stunden vor Diego Polino in 2:03:26 Stunden. In der Altersklasse M1 siegte der Brite Nigel Holmes. Der zweifache Familienvater schrieb uns später, dass dies der schönste Moment in seinem Leben war. In der M2 gewann der sympathische Arno Schneider in 2:11:31 Stunden. Arno entwarf und bestellte wieder einmal Nationaltrikots für die deutschen Athleten. Auch das war ein toller Beitrag zur WM-Organisation! Nicht unerwähnt bleiben sollen die Finisherzeiten des Schweizers Stefan Zimmerli in 3:21:45 Stunden und des Esseners Felix Blasshofers in 3:27:24 Stunden und in der M1 der Franzosen Jean-Pierre Grasland in 3:17:37 Stunden und Dino Vasic in 3:25:36 Stunden. Ganz starke Leistung, Jungs!


Gruppenfoto unseres Organisationsteam mit Peter alias "Retep" in der Mitte.

Bei den Frauen holte die Kanadierin Cat Clewly ihre vierte Goldmedaille in 2:18:30 Stunden und wurde somit zum erfolgreichsten Athleten bei dieser WM. In der M1 finishte die Französin Emmanuelle Blevin als erste nach 3:52:05 Stunden, ein paar Sekunden bevor von der anderen Seite eine weiße Bimmelbahn von der Stiftung Zollverein vorbeifuhr, von der es in den Vorgesprächen immer hieß, dass der Halbmarathon dann zu Ende sein müsse. Es folgten die Siegerehrungen mit Nationalhymnen und von Marc im Auto ausgedruckten Urkunden, eine tolle Rede des Österreichers Peter Wassermann und eine ausgedehnte Verabschiedungsrunde. Auf ein Wiedersehen in 2 Jahren in Irland!


Übergabe der Organisation von uns an den Iren Garret Doherty

Links:
Ergebnisse der WM
http://www.retrorunning2016.com/results.html
 
Videos
SAT 1 NRW: WM im Rückwärtslaufen
Tagesspiegel.de:
WM im Rückwärtslaufen: Blick immer nach hinten gerichtet
WAZ:
Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen
WDR: Liveschalte in der Lokalzeit Essen 16.07.16 (Video nicht mehr verfügbar)

ZDF Aktuelles Sportstudio:
Kurzinterview mit Thomas Dold mit eingespielten Bildern der WM (ab 21:40 min.)
Link zu Fotos von der WM:
http://www.motivkonsum.de/retro/index.html
Link zu Videos von der WM auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=jjIal16lGvE

Wer mehr Videos sehen möchte, einfach bei Youtube "Esbufecs runcam Essen 2016" eingeben.


Presseberichte

Spiegel Online: Rückwärtslauf-Weltmeister: „Ich sehe mit den Ohren“
FAZ:
„Hast du deine Tabletten nicht genommen?“
Bild:
WM im Rückwärtslaufen: «redej nnak sträwroV»
heute.de:
WM im Rückwärtslaufen: «redej nnak sträwroV»
Focus:
WM im Rückwärtslaufen: „redej nnak sträwroV“
WAZ: In Essen ist WM der Rückwärtsläufer
Deutschlandradio Kultur: www.deutschlandradiokultur.de/retrorunning-auf-die-plaetze-rueckwaerts-los.966.de.html
Bild Ruhrgebiet:
Kurioser Sport in Essen – Deutscher ist Weltmeister im Rückwärtslaufen
Rheinische Post:
Rademacher verfehlt bei der WM sein Ziel
Hochschulsport Münster:
RetroRunning World Championship: Medaillenregen für Münsteraner Rückwärtsläufer